Klappentext:Ein unscheinbares Leben, ein mächtiges Artefakt, eine tödliche Jagd:Der Beginn eines neuen Romantasy-Abenteuers mit Mythologie, Spannung und gefährlicher Romantik.Als Penelope einen altägyptischen Ring entdeckt, entfesselt sie unvorstellbare Kräfte - und wird zur Zielscheibe eines maskierten Verfolgers. Doch es geht um mehr als den Ring. Es geht um sie.Penelope Knightport fühlt sich ihr ganzes Leben lang unsichtbar - als wäre es besser, wenn es sie gar nicht gäbe. Doch ihr unscheinbares Leben nimmt eine unerwartete Wendung, als der charismatische John und die feurige Cassandra in ihrer Schmuckwerkstatt in London auftauchen. Sie suchen einen altägyptischen Ring, der unvorstellbare Kräfte birgt. Und ausgerechnet Pen ist in seinem Besitz.Als Pen die Macht des Rings unwissentlich entfesselt, gerät ihr Leben endgültig aus den Fugen. John und Cassandra versuchen verzweifelt, sie zur Büste der Nofretete zu bringen - ihrer einzigen Hoffnung, eine drohende Katastrophe abzuwenden. Aber sie werden verfolgt: Ramses, ein maskierter Fremder mit dunklen Plänen, ist ihnen stets einen Schritt voraus.Bald erkennt Pen, dass Ramses nicht nur den Ring will. Er will sie. Meine Meinung:Pharaonenblut von Pharaonenblut war mein erstes Buch von Freya von Korff. Ich habe es begonnen, um mich auf meinen Ägyptenurlaub einzustimmen, und ich ein großer Fan der ägyptischen Götterwelt und Mythologie bin. Umso überraschter war ich, dass die Geschichte eigentlich nur wenig mit dem historischen Ägypten zu tun hat und stattdessen hauptsächlich in London spielt.Der Einstieg fiel mir leider nicht leicht. Tatsächlich habe ich mehr als einmal darüber nachgedacht, das Buch abzubrechen, weil ich nur schwer in die Geschichte gefunden habe. Erst ab etwa 70 Prozent konnte mich die Handlung wirklich fesseln und ab diesem Zeitpunkt habe ich das Buch dann auch recht schnell beendet. Rückblickend bin ich froh, drangeblieben zu sein.Pharaonenblut ist der Auftakt einer dreiteiligen Romantasy-Reihe, die sich an der ägyptischen Mythologie orientiert. Besonders gefallen hat mir, wie die Autorin bekannte Elemente der ägyptischen Götterwelt mit Fantasy verbindet und daraus etwas Eigenständiges erschafft. Diese Mischung hat definitiv ihren Reiz und macht neugierig auf die Fortsetzung.Mit dem Schreibstil hatte ich allerdings stellenweise meine Schwierigkeiten. Er wirkte auf mich teilweise etwas holprig und an einigen Stellen sehr metaphorisch, wodurch es mir schwerfiel, mir die Szenen klar vorzustellen. Zudem verliert die Handlung im Mittelteil etwas an Tempo und zieht sich stellenweise, obwohl das Buch insgesamt gar nicht besonders umfangreich ist. Gegen Ende nimmt die Geschichte jedoch wieder deutlich Fahrt auf und konnte mich schließlich doch noch überzeugen.Die Protagonistin Penelope Knightport mochte ich grundsätzlich gerne. Auch John, Cassandra und Ramses sind interessante Figuren, die gut beschrieben werden. Dennoch fehlte mir bei einigen Charakteren etwas mehr Tiefe, insbesondere bei John und Cassandra.Vermutlich entgegen der Meinung vieler anderer Leserinnen und Leser muss ich gestehen, dass ich mit Cassandra überhaupt nicht warm geworden bin. Dieses ständige "Menschen sind wertlos"-Denken hat mich zunehmend genervt. Ja, sie besitzt die Kräfte einer Gottheit und hat viel erlebt, aber sich deshalb über andere zu stellen, machte sie für mich eher unsympathisch.Ramses hingegen hat mir sehr gut gefallen. Obwohl er bis weit ins Buch hinein eher im Hintergrund bleibt, wirkte er auf mich letztlich am tiefgründigsten. Er war tatsächlich der Charakter, der bei mir den stärksten Eindruck hinterlassen hat. Generell habe ich etwas Zeit gebraucht, bis mir die Figuren wirklich nahegekommen sind.Fazit:Insgesamt ist Pharaonenblut für mich keine schlechte Geschichte. Der Anfang war schwierig und der Schreibstil nicht ganz mein Fall, aber die interessanten Mythologie-Elemente, die stärkeren Passagen im letzten Drittel und besonders Ramses als Figur sorgen dafür, dass ich die Reihe definitiv weiterverfolgen möchte. Vielleicht ist es einfach eine dieser Geschichten, bei denen man sich erst an die Art des Erzählens gewöhnen muss.