Krimi wirklich nur für Jugendliche
Nach dem Tod ihrer Schwester Fiona lebt Addie Blackwood ein regelrechtes Einsiedlerleben - niemand versteht sie, niemand glaubt ihr, dass Fiona sich niemals selbst umgebracht hätte. Als ein Jahr später Thatcher Montgomery tot am damaligen Tatort aufgefunden wird, kommt der Fall wieder ins Rollen...
Das düster gehaltene Cover passt gut zum Buch und die aus Rauch bestehende Ballerina macht neugierig.
Der Einstieg in die Geschichte fällt leicht, der Schreibstil ist angenehm und flüssig. Addie ist etwas gewöhnungsbedürftig, es ist zwar verständlich, dass sie Gewissensbisse hat und mit sich hadert, aber im Laufe der Handlung reagiert sie oft übertrieben und suhlt sich immer mehr im Selbstmitleid, sodass es schon richtig nervig war. Ständig gibt sie sich die Schuld für Dinge, für die sie überhaupt nichts kann. Das ist mir dann doch zu viel Teenie-Drama. Dennoch wollte ich beim Lesen unbedingt wissen, wer hinter den Morden steckt und warum. Die Spannung braucht leider ein bisschen, um sich aufzubauen und die falschen Fährten hätten ruhig schon früher eingebracht werden können. Das überraschende Ende wiederum ist gelungen und lässt einen zufrieden zurück.
Somit kann ich nur bedingt eine Leseempfehlung aussprechen, ich denke, ich bin einfach schon ein bisschen zu alt für diese Geschichte und ihr Drama. 3 Sterne