Liest bzw. hört sich gut weg, ist mir bei mir aber irgendwie gar nicht hängen geblieben.
Wie verändert sich das Leben, wenn man mit Mitte 20 überraschend Geld erbt und plötzlich in der Lage ist, sich eine Wohnung in London zu kaufen? Genau so geht es der Protagonistin Mara in Silvia Saunders' Debütroman "Homesick", ins Deutsche übersetzt von Mo Zuber und in der Hörbuchfassung gelesen von Josephine Hochbruck. Mara lebt damit ein Leben, das für die meisten Menschen ihrer (und auch meiner) Generation wahrscheinlich unerreichbar ist. Sie ist unabhängig und selbstständig, lernt aber auch die Probleme kennen, die Immobilienbesitz in so jungen Jahren mit sich bringen kann - besonders für ihre Beziehung. Denn ihren Freund Tom zieht es zurück in seine alte Heimat, während Mara an London gebunden ist und dort eigentlich auch gar nicht wegmöchte."Homesick" liest bzw. hört sich ziemlich gut weg und greift dabei einige Themen auf, die vor allem für junge Menschen eine Rolle spielen - z. B. Mental Health, die Suche nach Erfüllung im Privat- und Berufsleben und den Umgang mit unterschiedlichen Wünschen und Vorstellungen innerhalb einer Beziehung. Gleichzeitig gibt es auch zahlreiche witzige Stellen, etwa wenn es um Maras schrulligen Nachbarn unter ihr oder um die Bettaktivitäten des Pärchens in der Wohnung über ihr geht. Ich habe "Homesick" eigentlich sehr gern gehört, aber irgendwie ist mir nicht so richtig klar, was am Ende die Message des Romans sein soll. Wenn ich nach dem Beenden des Hörbuchs auf die Handlung zurückblicke, kommt mir doch auch vieles ziemlich belanglos vor. Also ja - es war ein ganz guter Read, aber irgendwie nichts, das lange hängenbleibt. Zumindest für mich.