Ich hatte mir dieses Buch auf der Leipziger Buchmesse geholt und mich so darauf gefreut. Leider konnte es mich nicht komplett abholen. Für mich gab es ein paar kleine Unstimmigkeiten oder aber meine Erwartungen waren einfach zu groß. Vor vielen, vielen Jahren kamen die Götter auf unsere Erde. Das Licht fühlte sich zu ihnen hingezogen und sammelte sich um die Götter. Der Rest der Welt versankt in Dunkelheit. Die Menschenheit ist seitdem dem Wohlwollen der Götter gnadenlos ausgeliefert. Und doch gibt es noch ein bedeutend schlechteres Los: Als Valet den Göttern zu dienen. Als Aurora dieses Schicksal ereilt, wird sie zum Spielball der Götter und muss aufpassen, dass sie nicht zwischen die Fronten gerät. Ausgerechnet der Sohn des mächtigsten Gottes wird ihr Meister. Doch scheint es, dass Colden anders ist als die anderen Götter. Er scheint nichts mit Machtspielen und der Dominanz am Hofe zutun haben zu wollen. Zwischen Aurora und Colden sprühen die Funken, doch kann man seinem größten Feind vertrauen? Und was passiert, wenn der fragile Friede zwischen den Göttern ins Wanken gerät? Mir fällt es nicht leicht, meine Rezension zu tippen. Ich nahm das Buch zur Hand und dachte: Das wird ein Highlight! Aber daraus wurde leider nichts. Was mir gefallen hat waren die Protagonisten, allen voran Aurora und Colden. Sie hatten eine tolle Dynamik und besonders Aurora ist eine tapfere und doch auch mitfühlende Persönlichkeit. Auch der Schreibstil und die Beschreibung der Welt hat mir gut gefallen. Ich konnte aber nicht komplett in der Geschichte versinken. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass alle Personen, besonders bei Colden ist mir das aufgefallen, nur eine Rolle spielen - das zwar gut, dennoch ohne mich zu überzeugen. Zum Beispiel erzählt Colden Aurora seine Geschichte, ich könnte sie aber nicht wirklich nachvollziehen. Sie hat mich einfach nicht überzeugt. Auch empfand ich manche Wendungen (ich möchte jetzt nicht spoilern, es geht aber um ein besseres Metall), etwas weit hergeholt. Alles in allem fand ich das Buch ein schönes Einstiegswerk für junge Fantasy (mit dystopischem Touch) leser. Überrascht hat mich dann aber die Altersempfehlung "ab 16". Von der Dramatik/Brutalität würde ich es mit den "Tribute von Panem" vergleichen. Okay: vielleicht spielt das Götter von ihren Valets ALLES verlangen können eine Rolle. Trotz meiner Probleme mit dem Buch möchte ich unbedingt den zweiten Teil der Trilogie lesen. Vielleicht kann dieser mich dann komplett überzeugen.