Der zweite Band der Hexen und ein Einblick darin, wie mächtig diese sind, mit denen sich Frey und McGrey in Pendle Hill angelegt haben.
Es ist Band 6 der Reihe und die Lage um die Ermittler spitzt sich zunehmend zu. Der Roman ist wie gewohnt beeindruckend gut, atmosphärisch und wie auch die Publishers Weekly meint "gruselig".Die Ermittler geraten in Lebensgefahr, weil die beiden Herren mit dem Aufruhr in Pendle Hill Hexen getötet haben, die weitreichende Beziehungen hatten.Aufgrund eigener Beweggründe in dieser Sache, hegt Queen Victoria Rachegelüste den beiden Ermittlern gegenüber. Sie gibt ihnen einen Auftrag, der die Beiden vor der Todesstrafe bewahren soll, der allerdings gleichzeitig einem Todesurteil gleichkommt.Wer "der Fluch von Pendle Hill" gelesen hat, weiß, was es bedeutet, nach den Hexen zu suchen. Denn harmlose, alte Kräuterfrauen, sind diese Damen mit Sicherheit nicht.Besonders brisant für die Ermittler ist, dass die Frist bis zum Todesurteil nur 10 Tage beträgt.Und eine Figur tritt dieses Mal besonders in den Fokus, die Enkelin von Lady Glass, die eine Rechnung mit den Hexen offen hat und es kommt wie es kommen muss, die Ermittler sind für die Hexen eine Beute und sie haben nicht vergessen, was Frey und McGray ihnen angetan haben.Besonders interessant wird es an der Stelle, wo klar wird, wie tief die Machenschaften der Hexen in den britischen Adelsstand hinein ragen. Welche Manipulation und Tricks sie einer trauernden Witwe angedeihen lassen.Wie genau eigentlich Pansy, die Schwester von Adolphus McGray in diese Geschichte hineinpasst, müsst ihr allein herausfinden. Eines sei gesagt, während wir den Feind im zweiten Band nicht kannten, wissen wir in was für einer Gefahr sich alle Figuren, die sich mit den Hexen anlegen, befinden. Das macht das Buch einerseits spannend, andererseits auch sehr vorhersehbar, irgendwie. Vielleicht ist das der Grund, warum mir der Band leicht schwächeln vorkam. So als wollte der Autor zu viel, zu schnell - aber eben auch nur ein bisschen. Nichts, was mich vom Lesen abgehalten hätte, denn Spannung und Thrill enthält auch dieser 6. Band. Inzwischen hat man McGray und Frey sehr ins Herz geschlossen.Sicher ist die Frage noch offen, warum nun der eine Stern Abzug?Entweder ging das in der Übersetzung verloren oder es ist tatsächlich irgendwann zu viel und zu chaotisch geworden, meinem Gefühl nach. Bestimmt diente das auch, um die Unübersichtlichkeit der Figuren an den Leser zu vermitteln, aber leider verlor sich der eigentliche Handlungsstrang etwas. Kurz gesagt: Um den Strängen tatsächlich einheitlich folgen zu können, musste ich manche Abschnitte mehrfach lesen und was an der einen Stelle zu viel auf einmal war, wurde an anderer Stelle zäh und langatmig. Deswegen nur 4/5.Trotzdem habe ich es gern gelesen und es erweitert die bis hierhin aufgebaut Geschichte und lässt einen doch nur nach mehr dürsten. Umso trauriger, dass es nun nur noch einen einzigen Band gibt. Nur noch einer. Leider, leider ... nur noch einer, nach diesem hier :(