Ein mehr als würdiger Abschluss der Reihe. Auch wenn der Abschied sehr weh tut.
Band 7 der Reihe. Der Letzte - und die Wehmut setzt schon am Anfang ein, denn die Figuren Frey und McGrey werden einem fehlen, genauso wie der jüngere Bruder Freys, die Enkeltochter von Lady Glass und selbst die letztgenannte, durchtrieben bis in den letzten Winkel ihrer Seele, doch nicht zuletzt auch von ihrer eigenen Lebensgeschichte hart geworden und gezeichnet, bekommt einen würdigen Abschluss.Inzwischen schreiben wir das Jahr 1890, als Adolphus nun mit einer Geschichte konfrontiert wird, die sein Leben, das mit einer positiven Wendung hätte, besser verlaufen können, endgültig über den Haufen geworfen wird.Die Schlinge zieht sich mit jedem Kapitel enger zu und tatsächlich steht nicht mehr oder weniger das Leben von McGrays Schwester auf dem Spiel.Angefangen hat jedoch alles mit Grabräubern, die von Adolphus ertappt wurden und einem Zeichen, dass er wiederkennt und als Teufel identifiziert, welches in das Gesicht eines Toten gebrannt wurde.Eben jenes Zeichen, dass auch in der Psychiatrie an der Wand auftaucht, nachdem ein Patient ermordet wurde, in dem auch Amy McGray untergebracht ist, die nun des Mordes beschuldigt wird - deshalb, weil sie als Mörderin ihrer Eltern gilt.Caroline Ardglass, die inzwischen eine innige Beziehung zu McGray aufgebaut hat, trägt ein düsteres Geheimnis mit sich und eben jenes bringt Amy noch mehr in Gefahr, als sie es ohne Caroline gewesen wäre.Doch ohne McGrays Verlobte wäre Ian Frey wohl nicht mehr in die Ermittlungen einbezogen worden, denn Adolphus ist nach wie vor zu stolz und verbohrt.Wie die ganze Geschichte mit den Ardglasses und den McGrays zusammenspielt? Was an jenem unsäglichen Tag geschah, als McGrays ganze Welt in sich zusammenstürzte und seine Familie von einem Tag auf den anderen weg war? Was genau Ian Frey alles herausfindet und ob Amy nun psychisch versiert ist oder nicht?Nun, das müsst ihr ganz allein herausfinden, denn die Fäden laufen hier alle in beeindruckender Art und Weise zusammen.Auch wenn die Informationsflut an mancher Stelle wirklich gefährlich nah an dem zu viel war, konnte ich hier jedoch besser folgen, als im letzten Band und einige Vermutungen fand ich bestätigt, andere waren absolut überraschend und ergaben im Nachhinein einen unfassbaren Sinn. Mir hat die Unvorhersehbarkeit des Ganzen gefallen und vorallem auch, wie ganz nebenbei ein Serienmord aufgeklärt wurde.Warum nicht all gut wird, was lange währt? Das Ende der Reihe hinterlässt kein Happy End. Es ist ein besseres Ende als man erhoffen durfte, aber der Schaden ist angerichtet und beide Ermittler haben viel verloren und gleichzeitig auch einiges gewonnen.Es ist ein würdiges Ende, absolut. Ich hätte es mir tatsächlich nicht besser wünschen können.Was bleibt, ist die Wehmut. Der Thrill, diese charmante Intellektualität, diese Prise Lobpreisung an die Chemie, die Naturwissenschaften im Allgemeinen und der ganzen historische Aspekt: er wird mir wirklich fehlen.Tatsache ist: Die ganze Reihe bekommt einen Ehrenplatz im Buchregal, den man abgesehen von der fantastischen Erzählung, dem interessanten Nachwort, sticht die Reihe doch auch durch ihre phänomenale Covergestaltung auf. Die sehen toll aus nebeneinander <3