Die Finca von Kirsten Nähle hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Was zunächst wie ein entspannter Aufenthalt auf einer idyllischen Finca wirkt, entwickelt sich nach und nach zu einem atmosphärischen und packenden Thriller voller Geheimnisse, Misstrauen und unerwarteter Wendungen.
Besonders gut gefallen hat mir, wie die Autorin die Spannung langsam, aber konstant aufbaut. Immer wieder hatte ich das Gefühl, dass etwas nicht stimmt, ohne genau greifen zu können, worauf alles hinausläuft. Gerade dieses unterschwellige Unbehagen hat dafür gesorgt, dass ich das Buch immer weiter lesen musste.
Auch die Figuren fand ich überzeugend. Sowohl die Housesitter Rosi und Fabian als auch di Besitzer der Finca wirkten vollkommen durchschaubar, sodass ich während des Lesens immer wieder meine Vermutungen geändert habe. Die Dynamik zwischen den Charakteren und die gut platzierten Überraschungen haben die Geschichte zusätzlich getragen.
Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft. Die mallorquinische Kulisse bildet einen gelungenen Urlaubs- und Erholungskontrast zu den düsteren Ereignissen und verleiht der Geschichte eine besondere Atmosphäre.
Das Ende hat mich noch einmal überrascht und die Handlung stimmig abgerundet und ich empfehle den Thriller an alle, die Spannung mit einem Urlaubssetting mögen.